
Zum 3. Mal haben wir (Silke Mikler & Roland Swade) an der Rheinwoche teilgenommen – mit einem Vereinsboot des YCP07 (Laser Stratos). Dieses Jahr waren die rd. 60 Teilnehmer in 6 Einheitsklassen und 2 Yardstickgruppen eingeteilt. In unserer YS-Gruppe sind 19 Boote gestartet.
Am 1. Tag war die 1. Etappe so windarm, dass die Boote ohne Motor in Schleppverbänden gezogen wurden. Somit begann das Event am Samstag gegen 10.30h mit nettem Sightseeing vorbei am Drachenfels und Villen bis nach Mondorf. Nach der Mittagspause auf dem Begleitausflugsdampfer „Eureka“ wurden wir als 4. Gruppe bei noch rd. 4 kn gestartet. Bei einer Fließgeschwindigkeit des Rheins von auch 4 kn segelten wir – immerhin noch steuerbar – flussabwärts bis nach Köln Porz. Wir konnten die in unserer Gruppe segelnden „Sharks“ fast alle überholen und wurden immerhin als 4. gewertet.
Am 2. Tag waren 7-8kn Wind bei bestem Sonnenschein vorhergesagt. Zum Start beobachteten wir die vorherigen Gruppen bei allerdings sehr wenig Wind wie sie Schwierigkeiten hatten die Startlinie zu halten. So war das wichtigste Manöver das Ausrechnen der Distanz bis zu Linie unter Berücksichtigung der Fließgeschwindigkeit des Flusses. Voller Adrenalin verließen wir den Hafen und trieben auf die Startlinie zu, die wir um ca. 15 Meter zu früh erreichten, so dass wir beim Startschuss entsprechend drüber waren. Da aber bereits etliche andere Boote zu früh drüber waren, wir 4 Minuten gegen den Strom hätten aufwärts segeln müssen, um den Frühstart zu annullieren, haben wir uns nach 1 Minute entschieden die Strecke (ca. 30km) abzusegeln. Während des Vormittags nahm der Wind zu, so dass wir gescheit segeln konnten – mussten dann allerdings in Hitdorf zur Mittagspause feststellen, dass die Jury unser Übersegeln beim Start bemerkt hatte und wir OCS gewertet wurden.
Den Start nach Mittag sind wir verhaltener angegangen und haben uns mit Leidenschaft, vielen Wenden und großer Resilienz in den windstillen Zonen auf den 2. Platz unserer Gruppe vorgekämpft. Das Panorama vorbei an Kölner + Düsseldorfer Innenstadt ist beeindruckend und mit 40km lang und körperlich anstrengend. Die Berufsschifffahrt ist insgesamt unterschiedlich nervös (z. T. mit sehr langem Tuten) und es ist immer wieder spannend im Abstand von < 10m in die Heckwelle Selbiger einzufahren, um den Schub der Schraube mitzunehmen. Nach dem Einlaufen gab es in Düsseldorf regional untypisches Weißbier – von einem bayrischen Brauer gesponsert, der ebenfalls an der Regatta teilnahm.
Pfingstmontag begann die letzte Etappe – an der wir nach dem Erlebnis des Vortages mit 7 (sieben) Minuten zu spät ☹über die Startlinie fuhren, da ich die Entfernung bis zur Strommitte bei fast ohne Wind im Hafen falsch eingeschätzt hatte. Nichtsdestotrotz haben wir versucht unsere Gruppe einzuholen, was uns mit taktischen Manövern (s. Hinweis auf Schubkraft der Bergfahrer) auch gelungen ist, so dass wir mittags planmäßig in den Duisburger Hafen zum Ausslippen eingebogen sind. Der Lohn war immerhin noch ein 3. Platz.
Fazit: Aufgrund strahlender Sonne, sehr geselligen Abenden in den ausrichtenden Clubs haben wir sehr viel Segelspaß mit dem Laser Stratos gehabt und sind entschlossen auch im nächsten Jahr wieder zu Pfingsten den Rhein abwärts zu segeln.




















